Bauchrednerpuppe – Übersicht, Kaufberatung, Anleitung

Die Kunst des Bauchredens gewinnt dank berühmter Beispiele mehr und mehr an Beliebtheit. Sie stellt Interessierte aber gerade am Anfang vor eine Vielzahl von Fragen.

Angefangen bei den Arten der Bauchredner Puppen, über deren Besonderheiten bis hin zu Eignung für die jeweilige Lernstufe.

Bauchredner Puppe

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Die folgenden Erklärungen und Hinweise enthalten alles nützliche rund um die verschiedenen Arten von Bauchredner Puppen und welche wann für Sie geeignet ist.

Fall Sie mehr Tipps für den Umgang mit den Puppen haben wollen, so sollten Sie die Anleitung zum Puppenspielen vom Bauchrednertrainer Patrick Martin lesen.

Warum ist die richtige Puppe so wichtig für den Erfolg als Bauchredner?

Einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg als Bauchredner ist die gewählte Bauchredner Puppe. Und das bezieht sich bei weitem nicht nur auf die Optik. Natürlich ist eine hochfunktionale Puppe mit zahlreichen Details schon für Einsteiger verlockend. Sie kann die Fortschritte aber erheblich begrenzen. Denn anstatt sich auf das Erlernen der Bauchredner Technik konzentrieren zu können, müssen hier Bewegungen einstudiert und komplexe Abläufe geplant werden. Dadurch rückt nicht selten die Bedienung der Puppe in den Vordergrund, während das Sprechen vernachlässigt wird.

Für Einsteiger ist es daher besonders wichtig, ein einfaches und leicht bespielbares Modell zu wählen. Dieses sollte auf zusätzliche Funktionen verzichten und auf einen beweglichen Mund beschränkt sein.

Wer hingegen bereits Erfahrungen mit der Stimme aus dem Bauch hat und nun sein Spiel verbessern möchte, ist mit einer allzu simplen Bauchredner Puppe selbstverständlich ebenso schlecht beraten. Denn selbst die deutlichsten Wörter verlieren durch eine eingeschränkte Puppe etwas von ihrer Wirkung. Hierfür darf es also ruhig ein Modell sein, das nicht nur den Mund sondern auch Kopf und Augen bewegen kann oder sogar durch Batterien betrieben Soundeffekte von sich gibt.

Als Faustregel gilt daher: Je erfahrener und fortgeschrittener der Bauchredner, desto komplexer darf auch die gewählt Puppe sein

Bauchrednerpuppen für Anfänger

Wer das Bauchredner Hobby gerade erst für sich entdeckt, benötigt selbstverständlich eine einfache Bauchredner Puppe. Diese sollte leicht bespielbar sein und sich so nah wie möglich an der natürlichen Bewegung der Hand und des Handgelenks befinden.

Ideal sind weiche Handpuppen oder Handschuhpuppen aus Stoff oder Plüsch. Idealerweise sollte die erste Puppe eines jeden Bauchredners nur über einen beweglichen Mund verfügen. Bereits bedienbare Gliedmaßen können eine zu große Ablenkung darstellen.

Hier ein gutes Beispiel für eine geeignete Anfängerpuppe:

Bei diesem reicht es aus, schlicht die Hand in den Kopf zu stecken und loszulegen.

Wer bereits einige Erfahrung als Bauchredner gesammelt hat und sich neben dem Sprechen allmählich der Präsentation widmen möchte, sollte zur nächst anspruchsvolleren Form der Handschuhpuppe wechseln. Bei dieser dürfen bewegliche Arme oder eine voll beweglicher Kopf hinzukommen.

Dieses Beispiel eignet sich dafür sehr gut:

Puppen für fortgeschrittenere Bauchredner

Sitzen Sprache und einfache Bedienung mit einer Hand, stellen Bauchredner Puppen mit zusätzlicher Bedienung über Stäbe die nächste Herausforderung dar. Bei diesen wird die Puppe nicht allein mit einer Hand bespielt. Stattdessen können eine oder mehrere Gliedmaßen durch dünne Stäbe bewegt werden, was eine neue Dimension der Präsentation eröffnet.

Wer sich mit diesem Prinzip erst einmal vertraut machen möchte, sollte weiterhin bei weichen Handschuhpuppen bleiben.

Ideal wäre z.B. dieses Modell:

Bauchredner Puppen aus Holz und Gips

Die bisher aufgeführten Bauchredner Puppen sind weich und daher angenehm und vergleichsweise einfach zu bedienen. Allerdings ist ihr Ausdruck aufgrund des Materials stark eingeschränkt und kann dazu neigen, verwaschen zu wirken. Bauchredner Puppen, die zumindest über eine festes Gesicht oder einen stabilen Kopf verfügen, sind in der Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig. Die Hand kann sich anfangs eingeschränkt fühlen. Je nach Bauart und vorhandenen Funktionen dauert es eine Weile, bis jede Bewegung sitzt.

Dafür belohnen Puppen aus Kunststoff, Holz oder Gips aber mit einem eigenen Charme und einem deutlich stärkeren Ausdruck.

Der Mund wird über eine Schnur bewegt. Wer die Bedienung im Kopf bevorzugt, sollte sich für eine sogenannte Standard Upgrade Bauchredner Puppe entscheiden.

Professionelle Modelle

Das größte Maß an Ausdruck und Anspruch bieten feste Bauchredner Puppen, die nicht nur über einen beweglichen Mund verfügen. Ein beweglicher Kopf und bewegliche Augen stellen zwar eine Herausforderung dar, können dem eigenen Spiel aber das gewisse Etwas verleihen und ihm neues Leben einhauchen.

Bei der Auswahl muss auf eine selbstzentrierende Funktion geachtet werden, anderenfalls bleiben Kopf und Augen immer wieder stehen. Auf Dauer kann das Spiel hierdurch behindert werden.

Die Entscheidung für ein solches Modell sollte aber wohl überlegt sein, denn hochwertige Bauchredner Puppen mit umfassenden Funktionen sind vergleichsweise preisintensiv. Alternativ können ganz individuelle Puppen mit einem Bausatz geschaffen oder aber in Auftrag gegeben werden. Auch hierbei wird jedoch wiederum eine große Investition notwendig. Schon aus diesem Grund sind diese Varianten eher für Profis als für Laien geeignet. Die anspruchsvolle Bedienung ist und bleibt aber der Hauptgrund der Empfehlung.

Tipp: Der englischsprachige Raum bietet eine große Auswahl an Puppen für Bauchredner. Das Umschauen bei den Imports lohnt sich also.

Die große Bandbreite an verschiedenen Bauchredner Puppen kann verwirrend sein, wer sich aber vom Einfachen zum Komplexen steigert, wird schnell das passende Modell finden.

Nun noch eine kleine Einleitung, mit der man sich seine eigene Bauchrednerpuppe basteln kann:

Bauchrednerpuppen selber machen – eine Anleitung (nicht nur) für Kinder

Eine Handpuppe besteht aus einem Kopf, dem dazu passenden Haarschopf sowie dem Körper beziehungsweise der Kleidung. Tatsächlich ist es nicht schwierig, selbst eine Handpuppe zu fertigen – und das Beste daran: Es macht richtig Spaß. Viel zu wenig lassen wir im Alltag unserer Kreativität freien Lauf, und so ist das Anfertigen einer Handpuppe eine Beschäftigung, die du allein oder zusammen mit Kindern durchführen kannst. Handpuppen sind nicht nur ein kreatives Spielzeug für Kinder, sondern können auch der Einstieg in das Bauchreden sein.

Der Kopf als wichtigster Teil einer Handpuppe

Für die Herstellung des Kopfes einer Handpuppe stehen dir verschiedene Materialien zur Verfügung. Als Modelliermasse kannst du Zeitungspapier verwenden, allerdings kein Hochglanzpapier, das zu dick ist und kaum Wasser aufnimmt, einen Lockenwickler mit einem Durchmesser von 2 bis 3 Zentimetern sowie festes Garn aus Baumwolle oder auch eine sehr dünne Schnur. Pappmaché ist als Modelliermasse sehr beliebt und kann auf verschiedene Weise hergestellt werden.

– Du kannst beispielsweise einen Eierkarton in münzgroße Stücke zerkleinern und über Nacht in lauwarmem Wasser einweichen. Am nächsten Tag entfernst du das Wasser und drückst die verbleibende Masse sorgfältig aus. Anschließend vermengst du diese mit ein bis zwei Esslöffeln fertig angerührtem Tapetenkleister. Die angerührte Masse solltest du zum Modellieren des Kopfes und der Gesichtszüge sofort weiterverarbeiten.

– Du kannst auch mehrere Blätter Zeitungspapier blattweise in einer Schüssler aufeinander legen und mit heißem Wasser übergießen. Anschließend rührst du diese Masse mit einem Kochlöffel zu einem dicken Brei, den du nach Abkühlen des Wassers sorgfältig ausdrückst. Dazu kannst du die Masse auch in ein altes Küchenhandtuch wicken und dann ausdrücken. Auch diese Masse vermischst du mit ein bis zwei Esslöffeln angerührtem Tapetenkleister und verarbeitest sie ebenfalls sofort weiter, um ein Eintrocknen zu verhindern.

– Einfacher geht es, wenn du Pappmachépulver kaufst, das du in dem auf der Verpackung angegebenen Mengenverhältnis mit Wasser verrührst und gut durchknetest. Damit die Masse gut durchziehen kann, verpackst du sie anschließend für rund zwei Stunden in einem Plastikbeutel. Ist die Masse luftdicht verpackt, hält sie sich mühelos über mehrere Wochen, ohne einzutrocknen. Bei dieser Variante kannst du auf die Verwendung von Tapetenkleister verzichten.

Für alle Varianten gilt, dass du so viel Wasser zugeben solltest, bis die Masse leicht knetbar ist. Gleiches gilt umgekehrt. Ist die Masse zu weich geworden, kannst du sie mit Zeitungsschnipseln oder durch Zugabe von Pappmachépulver wieder andicken.

Die Gestaltung des Kopfes mit anderen Materialien

Für die Gestaltung des Kopfes bist du nicht auf die Verwendung von Pappmaché beschränkt. Stattdessen stehen dir auch andere Materialien zur Verfügung. So lassen sich Puppenköpfe auch aus PU-Schaum herstellen, bei dem es sich um Isoliermaterial handelt, das du im Baumarkt erhältst. Dabei ist allerdings dein handwerkliches Geschick gefragt. Denn den PU-Schaum gibt es in Form eines Blockes, aus dem du mit Hilfe eines scharfen (!) Messers das Gesicht deiner Puppe schnitzen kannst. Eine andere Möglichkeit sind Köpfe aus Holz, die du in einem Geschäft für Bastelbedarf kaufen kannst und bei denen sich die Gestaltung auf das Bemalen des Gesichts beschränkt. Denkbar sind auch Knautschköpfe, für die du dehnbare Materialien wie Nylonstrümpfe oder einen dünnen Trikotstoff verwendest. Die Gesichtszüge sowie Augen, Mund, Nase und Ohren werden bei dieser Variante nicht aufgemalt, sondern aufgestickt.

Das Formen und Modellieren des Kopfes

Für das Formen und Modellieren des Kopfes nimmst du trockenes Zeitungspapier, das du zu einer Kugel mit einem Durchmesser von mindestens sechs Zentimetern formst, wobei die fertige Kopfgröße rund acht bis zehn Zentimeter beträgt. Für den Hals und um später den Kopf mit dem Finger führen zu können, verbringst du den Lockenwickler zur Hälfte in die Kugel. Lockenwickler und Kugel werden nun für eine bessere Haltbarkeit mit Garn umwickelt. Erst dann bringst du die Modelliermasse rund um die Kugel und um den Lockenwickler als Hals auf, wobei du am unteren Rand des Lockenwicklers einen Wulst formen solltest, an dem das Puppengewand befestigt werden kann. Anschließend beginnst du, die Nase, die Augen, die Augenbrauen, das Kinn und die Ohren zu modellieren. Soll deine Handpuppe auch aus einer größeren Entfernung eine beeindruckende Wirkung haben, solltest du ihr beim Modellieren sehr markante Gesichtszüge verleihen. Du kannst beispielsweise eine Hakennase formen oder eine Stupsnase mit geöffneten Nasenlöchern. Du kannst deiner Puppe abstehende Ohren verleihen und ein markantes, sehr spitzes Kinn. Die Augen kannst du aus zwei kleinen Kugeln formen und diese auf zuvor tiefliegend gestaltete Augenhöhlen auflegen und festkleben. Die Wangen kannst du pausbäckig oder auch eingefallen gestalten, den Mund kannst du geschlossen, weit oder halb geöffnet modellieren. Für die Gestaltung feinerer Formen kannst du ein Modellierholz, Haarnadeln, Stricknadeln, Nägel, Schrauben oder andere Werkzeuge und Materialien zu Hilfe nehmen.

Das Bemalen des Kopfes

Alle genannten Modelliermassen benötigen etwa zwei Tage, bis sie durchgetrocknet sind. Danach kannst du den Kopf noch einmal mit einer Feile oder Raspel bearbeiten oder auch Risse mit neu angerührter Modelliermasse überdecken. Erst wenn der Trockenvorgang abgeschlossen ist, beginnst du den Kopf zu bemalen. Zuvor wird der Kopf weiß grundiert, wozu du im Idealfall umweltfreundliche Farben verwendest. Ist auch diese getrocknet, kannst du das Gesicht deiner Puppe deinen Vorstellungen entsprechend bemalen. Um die Farbe nach dem Trocknen vor Abrieb zu schützen, kannst du den fertig bemalten Kopf abschließend mit einem Klarlack besprühen.

Die Haare als besonderes Merkmal deiner Puppe

Die Haarpracht manifestiert noch einmal den Gesichtsausdruck deiner Puppe. Auch hier sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt, denn es steht dir eine Vielzahl an Materialien zur Verfügung. Du kannst zum Beispiel die Haare deiner Puppe aus Garnresten fertigen oder aus Puppenlockenstöcken, die es im Bastelgeschäft gibt. Du kannst aber auch eine Perücke aus Kunstfell herstellen, die du passgenau zuschneidest und dann aufklebst. Bei der Verwendung von Garnresten in der gewünschten Farbe schneidest du diese auf dieselbe oder auch auf eine unterschiedliche Länge und bindest sie in der Mitte zusammen. Diese Mitte befestigst du nun mit Klebstoff auf dem Kopf und verteilst die Haare anschließend. Origineller ist, wenn du für deine Puppe eine Mütze strickst oder häkelst und anschließend Haare einnähst, die du dann auf die entsprechende Länge kürzen kannst. Auf diese Weise werden die Haare voluminöser und lassen sich gleichmäßiger über den Kopf verteilen.

Die Kleidung als Erkennungszeichen

Für die Kleidung kannst du ebenfalls unterschiedliche Materialien verwenden, beispielsweise Stoffreste oder auch Reste aus Leder und Fell. Sofern du kein geeignetes Schnittmuster hast, kannst du die einzelnen Teile auch ohne Vorlage zuschneiden. Für den Körper benötigst du ein Vorder- und ein Rückenteil in Form eines Rechtecks, während du für die beiden Ärmel jeweils ein Quadrat zuschneidest. Zuerst nähst du das Vorderteil und das Rückenteil an den Schulternähten zusammen, indem du an den Nahtstellen jeweils einen Saum von einem halben Zentimeter stehen lässt. Dann nähst du die Ärmel, die du der Länge nach und jeweils mittig an die Schulternaht angelegt hast, an das Vorder- und das Rückenteil an. Dann faltest du das Gewand entlang der Schulternaht, so dass das Vorderteil auf dem Rückenteil liegt und die beiden Ärmel rechts und links halbiert sind. Dann schließt du jeweils die Seitennähte der Ärmel sowie des Vorder- und Rückenteils – und fertig ist die Kleidung für deine Puppe. Das ist eine sehr einfache Variante, die du durch verschiedene Stoffe oder auch durch Accessoires beliebig verändern kannst.

Deine Handpuppe ist nun fertig, das Spiel kann beginnen. Du möchtest deine Puppe sprechen lassen? Dann informiere dich hier.